Mitgliederverzeichnis C-L

Ordentliche Mitglieder, Stand: Dezember 2018

Prof. Dr. Kurt Dröge (Oldenburg)

Volkskundler

Jahrgang 1951
1969-1977 Studium der Germanistik, Volkskunde, Publizistik und Philosophie an den Universitäten Mainz und Münster, 1977 Promotion, wiss. Assistent an der Universität Münster, 1977/78 wiss. Volontariat im Freilichtmuseum Detmold, 1978-1983 wiss. Referent im Westfälischen Museumsamt Münster, 1983-1992 stv. Direktor des Freilichtmuseums Detmold, 1992-2007 Leiter des Wissenschaftsbereichs Volkskunde im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (Oldenburg), Honorarprofessur der Universität Oldenburg, Lehraufträge an den Universitäten Osnabrück, Kiel, Münster und Jena
Mitglied der Volkskundlichen Kommission für Westfalen und der Historischen Kommission für Pommern
Veröffentlichungen zur Volkskunde
Dr. Christoph Ehricht (Greifswald)

Oberkirchenrat i. R.

geb. am 20.02.1950. Nach dem Abitur Theologiestudium in Greifswald, von 1973–1977 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kirchengeschichte (Ernst Kähler). 1978 Promotion zum Dr. theol. Ab 1977 ordinierter Theologe in verschiedenen Funktionen in der Pommerschen Evangelischen Kirche, ab 2012 in der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland.
Dr. Christian Gahlbeck (Berlin)

Historiker

geb. am 5. Juni 1958 in Berlin

Ausbildungsgang
1969–1977 Gymnasium Steglitz, Berlin-Steglitz (altsprachliches Gymnasium); 1977 Abitur
1977–1985 Hochschulstudium: Freie Universität Berlin; Fächer: Geschichte, Deutsch (Lehramt); 1985 1. (Wiss.) Staatsprüfung für das Amt des Studienrats
1986–1998 Aufbaustudium/Promotion: Freie Universität Berlin (mit berufsbedingten Unterbrechungen); Fach: Geschichte (mit dem Schwerpunkt Mittelalterliche Geschichte), Wiss. Betreuer: Prof. Dr. Dietrich Kurze, FU Berlin; Thema der Dissertation: Zisterzienser und Zisterzienserinnen in der Neumark, 1999 Promotion (Bewertung: „Summa cum laude“)
1997–1998 Weiterbildung zum Redaktionsassistenten: bbw-Akademie, Berlin
1990–1992 Schulpraktische Ausbildung: 1. Schulpraktisches Seminar im Bezirk Berlin-Charlottenburg (S); Hausarbeit: Erscheinungsformen der Industriellen Revolution in Deutschland am Beispiel der Entwicklung des Berliner Raums. Möglichkeiten des Umgangs mit Karten in einer Unterrichtssequenz einer 11. Klasse; 1992 2. Staatsprüfung für das Amt des Studienrats

Berufspraxis
1981–1985 Studentische Hilfskraft der Projektgruppe „Neumark“ der Interdisziplinären Arbeitsgruppe (IAG) „Germania Slavica“ an der FU Berlin
1990–1992 Studienreferendar (Beamter auf Widerruf) an der Wald-Oberschule, Berlin- Charlottenburg; Fächer: Geschichte, Deutsch
1992–1995 Sachbearbeiter der Stiftung für ehemalige politische Häftlinge, Dienststelle Berlin; Bearbeitung von Anträgen ehemaliger politischer Häftlinge der DDR nach dem Häftlingshilfegesetz (HHG) und dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG)
Januar–Mai 1998 Praktikant bzw. freier Mitarbeiter der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie; redaktionelle Erstellung des Landestechnologieberichts
1998–2002 selbständige Tätigkeit als freiberuflicher Historiker, Erstellung historischer Stadtinventare von Lebus und Cottbus (Altstadt, Mühleninsel; Sandow); Erstellung von Archivführern (Ostbrandenburg; Memelgebiet/dt.-litauische Beziehungen)
2002–2006 Wiss. Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Potsdam, Professur für Mittelalterliche Geschichte (Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann); Redaktion und Mitherausgabe des „Brandenburgischen Klosterbuchs“ (im Team)
2006–2009 Wiss. Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, Professur für Mittelalterliche Geschichte (Prof. Dr. Matthias Thumser), Edition des Livländischen Urkundenbuchs, Bd. I 14 (1480–1483)
seit Mai 2010 Wiss. Mitarbeiter am Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK), Berlin; Edition von Regesten von Dokumenten aus dem Herzoglichen Briefarchiv (HBA) der Herzöge von Preußen (GStA PK, XX. HA, HBA A 5); Edition der Bände 7.1 bis 7.3 des Preußischen Urkundenbuchs.
Stipendien und Auszeichnungen
1986–1989 NaFöG-Promotionsstipendium der Freien Universität Berlin
2000 Erster Wissenschaftspreis der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat (OKR), Bonn, für die Dissertation zum Thema „Zisterzienser und Zisterzienserinnen in der Neumark“

Aktuelle Forschungsprojekte
Edition von Regesten von Dokumenten aus dem Herzoglichen Briefarchiv der Herzöge von Preußen (GStA PK Berlin, Bestand: XX. Hauptabt., HBA; Schwerpunkt: HBA A 5: Korrespondenz mit Ungarn. Böhmen und Schlesien).
Edition des Preußischen Urkundenbuchs, Bde. 7.1–7.3 (1372–1382).
Mitarbeit im Editionsprojekt „Livländisches Urkundenbuch 1472–1494“ am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin, Lehrstuhl Matthias Thumser speziell: Edition des Livländischen Urkundenbuchs, Bd. I 14 (1480–1483) – Schlussredaktion z.Zt. am Lehrstuhl Thumser (Madlena Mahling, Johannes Götz)
Edition des „Neumärkischen Landbuchs des Berliner Propstes Johann von Waldow von ca. 1414“ (mit Wolfgang Ribbe; mittelfristig)
Geschichte der Johanniter-Ordensballei Saxonia-Marchia-Slavia-Pomerania (Ballei Brandenburg) und ihrer Kommenden bis zur Reformation (auch Forschungsschwerpunkt)
Edition von Urkunden zur Geschichte der Ballei Brandenburg des Johanniterordens (in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv [BLHA], Potsdam)

Forschungsschwerpunkte
Landesgeschichte Brandenburgs, speziell der Neumark (Schwerpunkt: Mittelalter) und angrenzender Gebiete (Pommern, Schlesien, Polen, Preußen [Ordensstaat])
Die urkundliche und archivalische Überlieferung zur mittelalterlichen Geschichte Brandenburgs (speziell: Neumark, Lebus) und weiterer Gebiete Nordostdeutschlands und Polens (Preußen, Pommern, Großpolen)
Geschichte der Zisterzienser und Zisterzienserinnen im östlichen Mitteleuropa (Neumark, Brandenburg, Pommern, Schlesien, Polen, Livland)
Geschichte der Klöster, Stifte und Kommenden in der Mark Brandenburg, der Niederlausitz und angrenzenden Gebieten
„Germania Slavica“ – Der hochmittelalterliche Landesausbau in den Landschaften mit Durchdringung von Elementen des slawischen und deutschen Ethnikums (Schwerpunkt: Brandenburg, Pommern)
Geschichte des Bistums, des Landes und der Stadt Lebus sowie des Landes Sternberg

Mitgliedschaften
Brandenburgische Historische Kommission e.V.
Historische Kommission zu Berlin e.V.
Historische Kommission für Ost- und Westeuropäische Landesforschung e.V.
Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe (IAG) „Germania Slavica“
Forschungsstelle für Brandenburgische Landesgeschichte (am Brand. Landeshauptarchiv)
Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte e.V.
Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e. V.
Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst e.V.

Dr. Irmfried Garbe (Kiel)

Pastor

* 1969 in Greifswald
Eintrag folgt!
Dr. Paweł Gut (Stettin)

Archivar und Historiker

* 19.4.1971 in Barlinek (Berlinchen)
Studium in Stettin (Abschluß in Geschichte 1995) und Thorn (Abschluß in Archivistik 1999) Promotion 2001, Habilitation 2014 seit 1995 Anstellung im Staatsarchiv Stettin (Archiwum Państwowe w Szczecinie) als Archivar, seit 1999 als Leiter der Abteilung der Akten bis 1995 seit dem Studienjahr 2017/2018 Professor für Frühe Neuzeit Geschichte und Archivistik an der Pommersche Akademie in Stolp (Akademia Pomorska w Słupsku) seit 2011 Mitglied der Historische Kommission für Pommern
2007–2012 Vorsitzender des Ehrengerichts bei Vorstand des Polnischen Vereins der Archivare
2012–2017 Mitglied des Vorstandes des Polnischen Vereins der Archivare, seit 2017 Stellvertreter des Vorsitzenden des Polnische Vereins der Archivare im Bereich Wissenschaft und Publikationen

Forschungsschwerpunkte
Archivwissenschaft und Geschichte Pommerns und Preußens in der Neuzeit Verfasser der 145 Aufsetze, Abhandlungen, darunter drei selbständige Bücher Co-Autor der Archivführer über die Bestände des Stettiner Staatsarchivs bis 1995

Dr. Hellmut Hannes (Beedenbostel bei Celle)

Historiker

Geboren am 3. März 1925 in Swinemünde. 1943 Abitur an der dortigen Tirpitzschule (Real-Reformgymnasium). Anschließend Arbeitsdienst und Militärdienst bei der Nachrichtentruppe. Einsatz in Rumänien, Ungarn und der damaligen Slowakei, zuletzt in Österreich.
1945 drei Monate amerikanische Kriegsgefangenschaft, Verlust der pommerschen Heimat, Ansiedlung in Süddeutschland. Ab 1946 Studium der Physik und Mathematik in Tübingen und Freiburg. 1952 Diplom, 1955 Promotion. Anschließend anderthalb Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Freiburg. Von 1957 bis 1985 Tätigkeit in der chemischen Industrie in Leverkusen auf dem Gebiet der angewandten Optik. Etwa 35 Publikationen in Fachzeitschriften und mehreren Handbüchern Seit 1952 verheiratet mit Jutta, geb. Ueberück, vier Kinder. 1985 Beendigung der Berufstätigkeit, Verlegung des Wohnsitzes nach Beedenbostel bei Celle.
Seit 1974 im Selbststudium intensive Beschäftigung mit der Geschichte Pommerns. 1977 Mitglied der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst. Seit 1981 Vortrags- und Publikationstätigkeit in den Baltischen Studien. 1982 Vorstandsmitglied, von 1986 bis 1993 Vorsitzender der Gesellschaft. Ausgestaltung der Jahresversammlungen der Gesellschaft zu mehrtägigen wissenschaftlichen Veranstaltungen. 1989/90 Einleitung der Wiederansiedlung der Gesellschaft in Vorpommern. 1994 zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt. Vorstandsmitglied bis 2005.
1986 Berufung in die Historische Kommission für Pommern. 2004 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für die Aktivitäten für die pommersche Geschichte und für das Bemühen um deutsch-polnische Verständigung in der Heimatstadt Swinemünde.
Seit den 1990er Jahren stärkere Hinwendung zur Geschichte der engeren Heimat Swinemünde bzw. Insel Usedom.
Prof. Dr. Renate Herrmann-Winter (Stralsund)

em. Universitätsprofessorin

geb. am 11.01.1933 in Greifswald;
1952-1956 Studium der Germanistik und Anglistik in Greifswald;
seit 1956 wiss. Mitarbeiterin der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin am Institut für Deutsche Sprache bzw. der Akademie der Wissenschaften der DDR
seit 1957 wiss. Mitarbeiterin am Pommerschen Wörterbuch in Greifswald bei Hans-Friedrich Rosenfeld;
1963 Promotion in Rostock;
1969 Einstellung der Arbeiten am Pommerschen Wörterbuch, die Greifswalder Arbeitsstelle wird dem Akademie-Bereich Soziolinguistik zugeordnet
1992 Ruf als Professorin an die Universität Greifswald/ Lehrstuhl für Niederdeutsche Sprache und Literatur
seit 1992 Leitung und Wiedereinrichtung der Arbeitsstelle ‘Pommersches Wörterbuch’ bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, 1999 wird die Arbeitsstelle von der Universität Greifswald übernommen;
1998 Emeritierung, weiterhin Leiterin des Pommerschen Wörterbuchs
Dr. Wilfried Hornburg (Anklam)

Museumsdirektor

geb. am 22. März 1956 in Anklam; Studium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Sport und Geschichte; ab 1982 Lehrer, 1985–1988 Aspirantur und wiss. Mitarbeiter an der PH Güstrow, Promotion im Jan. 1989; 1991–1994 Sachgebietsleiter beim Landkreis Anklam, 1994–2013 Amtsleiter/Sachgebietsleiter bei der Hansestadt Anklam, seit 2014 Museumsleiter im Museum im Steintor Anklam; Gründungs- (1992) und Vorstandsmitglied sowie Vorsitzender (1995–2001) des Historischen Vereins für Anklam und Umgebung; Gründungs- (1994) und Vorstandsmitglied des Förderkreises Nikolaikirche Anklam, stellv. Vorsitzender 1994–2001, Vorsitzender 2001–2009; Redaktionsmitglied des Anklamer Heimatkalenders sei 1992; Mitglied der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst seit 1990, seit 2016 deren stellv. Vorsitzender, seit 2017 Vorsitzender der Gesellschaft.
Dr. Nils Jörn (Wismar)

Archivar in Wismar

* 31.10.1964 in Bergen, Rügen
1986–1991 Studium der Geschichte, Germanistik und Dänischen Sprache an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 1991 Abschluß als Diplomlehrer, 1991–1992 Forschungsaufenthalt am DHI London, 2 Semester Doktorandenkurs an der London School of Economis, 1992–2001 wissenschaftlicher MItarbeiter an der Universität Greifswald; 1996 Promotion, 2001–2004 DFG-Stipendiat und Sprecher am Graduiertenkolleg Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main, 2004 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archiv der Hansestadt Wismar in einem DFG-Projekt zur Verzeichnung der Prozeßakten des Wismarer Tribunals, seit 2012 Leiter des Archivs der Hansestadt Wismar

Gründungsvorsitzender der David-Mevius-Gesellschaft, Vorstandsmitglied der Historischen Kommission für Pommern (seit 2006), der Gesellschaft für Pommersche Geschichte (seit 2006) und im Hansischen Geschichtsverein (seit 2008)
zahlreiche Veröffentlichungen zur Landes-, Hanse- und Rechtsgeschichte

Prof. Dr. Hans-Georg Knothe (Greifswald)

Professor i. R.

Jahrgang 1943
1964 – 1969 Studium der Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedr.-Wilhelms-Universität Bonn. 1969 Ablegung der Ersten juristischen Staatsprüfung. 1970 – 1973 juristischer Vorbereitungsdienst. 1973 Ablegung der Zweiten juristischen Staatsprüfung in Nordrhein-Westfalen. 1974 – 1976 Richter auf Probe an einer Zivilkammer des LG Köln. 1977 – 1987 Wissenschaftlicher Assistent an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Dort 1980 Promotion zum Dr. jur. und 1985 Habilitation für die Fächer Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Neuere Privatrechtsgeschichte. WS 1985/86 Lehrstuhlvertretung an der Universität Osnabrück. 1987 – 1995 Tätigkeit als Rechtsanwalt in einer wirtschafts- und insolvenzrechtlich ausgerichteten Rechtsanwaltskanzlei in Köln. Zum SS 1995 Berufung an die Universität Greifswald auf die Professur für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte. Nach Ende des SS 2009 Eintritt in den Ruhestand.
Mitgliedschaften in der Zivilrechtslehrervereinigung (seit 1986), im Deutschen Rechtshistorikertag (seit 1990), der Juristischen Studiengesellschaft Vorpommern e. V. (seit 1996, dort stellvertretender Vorsitzender seit 2000), und der Historischen Kommission für Pommern (seit 2011). Regelmäßige Teilnahme an den Rechtshistorikertagen im Ostseeraum und den Rechtshistorischen Wochenenden in Sehlendorf bei Kiel.
Prof. Dr. Jürgen Kohler (Greifswald)

Universitätsprofessor

Geboren 1953 in Langenfeld/Rhld,
Abitur 1971, rechtswissenschaftliches Studium in Tübingen und Köln 1971 – 1979, 1. Jurist. Staatsexamen 1977 und 2. Jurist. Staatsexamen 1979 in Nordrhein-Westfalen. Promotion 1983 und Habilitation 1988, Universität Köln. Universitätsprofessor Universität Konstanz 1989 – 1991 und Universität Greifswald für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht 1991 – 2018. Rektor der Universität Greifswald 1994 2000. Eintritt in den Ruhestand 2018. Zahlreiche Funktionen in Wissenschaftspolitik und Qualitätssicherung; u.a. Vorsitz im Akkreditierungsrat, Mitglied im Hochschulausschuss des Europarats, Leiter zahlreicher Audit-, Evaluations- und Akkreditierungskommissionen.
Prof. Dr. Stefan Kroll (Rostock)

apl. Professor

* 27.6.1965 in Buxtehude
1986–1992: Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und des Öffentlichen Rechts an der Universität Hamburg, Abschluss als Magister Artium; 1995:
Promotion an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über „Die Sozialstruktur der Städte Stade und Stralsund in der Endphase der schwedischen Großmachtzeit (1700–1715)“ – gefördert mit einem Stipendium der Gerda Henkel Stiftung; 1995–2001: Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Institut der Universität Rostock (Geschichte der Neuzeit); anschließend Forschungsstipendiat der DFG; 1.7.2002–30.9.2004: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Projektkoordination) im Forschungsverbund „Städtesystem und Urbanisierung im Ostseeraum in der Neuzeit. Historisches Informationssystem und Analyse von Demografie, Wirtschaft und Baukultur“ an der Universität Greifswald und Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Rostock; 1.10.2004–31.12.2011: Leiter des „Arbeitsbereichs Multimedia und Datenverarbeitung in den Geisteswissenschaften“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock; 2004:
Habilitation an der Universität Rostock mit einer Arbeit über „Kursächsische Soldaten im 18. Jahrhundert zwischen Friedensalltag und Kriegserfahrung. Lebenswelt und Kultur von Unteroffizieren und ‚Gemeinen‘ 1728 bis 1796“ (und Erteilung der Lehrbefugnis für Neuere Geschichte); Privatdozent am Historischen Institut der Universität Rostock; Sommersemester 2006 und Wintersemester 2006/07: Vertretung der Professur für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Rostock; 2006: Verleihung des Werner-Hahlweg-Preises für Militärgeschichte 2006 (2. Preis) für die Habilitationsschrift; Oktober 2009: Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock; seit 2009: Wissenschaftlicher Fachgutachter für Riksbankens Jubileumsfond (Stockholm), Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank (Wien) und Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen; seit 01.01.2012:
Leiter des Arbeitsbereichs „Historische Geographie und Demographie“ und Geschäftsführer des Zentrums für Multimedia und Datentechnik sowie Stellvertreter der Institutsdirektorin im Institut für Medienforschung an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock.

Ämter und Mitgliedschaften (in Auswahl):
Forschungsleiter am Rostocker Zentrum zur Erforschung des demographischen Wandels (seit 2011)
Mitglied der Historischen Kommission für Pommern (seit 2011)
Mitglied im Beirat der Oestreich-Stiftung (seit 2005, seit 2008 deren Sprecher)
Mitglied im IuK-Wissenschaftsverbund der Universität Rostock (seit 2004, im Vorstand 2005–2007)
Mitglied des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V., Münster (seit 2009)
Stellvertretender Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorchschutz Mecklenburg-Vorpommern im NABU (seit 2011)

PD Dr. phil. habil. Joachim Krüger (Greifswald)

Vertretungsprofessor

geb. 15. November 1971 in Barth
1991–1994 Studium der Ev. Theologie in Greifswald und Heidelberg
1994–2000 Studium der Geschichte und Vor- und Frühgeschichte (Magister) und des Beifachs Schwedische Sprache
1998 Ausbildung zum geprüften Forschungstaucher und archäologischen Forschungstaucher in Rostock
2001–2004 Promotion am Historischen Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Thema: „Die landesherrliche Münzprägung im Herzogtum Pommern und in Schwedisch Pommern in der frühen Neuzeit (1580–1715), gefördert durch ein Landesgraduiertenstipendium des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern“ (erschienen 2006); Gastkollegiat am Graduiertenkolleg „Kontaktzone Mare Baltikum. Fremdheit und Integration im Ostseeraum“
2004–2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Nordische Geschichte des Historischen Instituts der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; Durchführung eines eigenen Forschungsprojekts (2004–2008) am dänischen Reichsarchiv in Kopenhagen in Zusammenarbeit mit dem Saxo-Institutet, Københavns Universitet, Thema: „Pomeranica und Sueco-Pomeranica im dänischen Reichsarchiv in Kopenhagen“
2007–2013 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Nordische Geschichte des Historischen Instituts der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
2008–2018 Mitarbeit am DFG-Projekt (DFG-Förderung 2010–2016) „Untersuchungen zu den mutmaßlichen Überresten eines Gruppenkonflikts er Bronzezeit (ca. 1200 v. Chr.) im Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern unter archäologischen/siedlungsarchäologischen und anthropologischen Aspekten“, Leitung der taucharchäologischen Untersuchungen
2013–2017 Wechsel an die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf in Schleswig
2013–2015 Kurator der Sonderausstellung „Von Degen, Segeln und Kanonen – der Untergang der Prinzessin Hedvig Sofia“ in Zusammenarbeit mit The Maritime Museum of Finland in Kotka
2015–2017 Kurator der Sonderausstellung „Luthers Norden“ in Zusammenarbeit mit dem Pommerschen Landesmuseum Greifswald und der Nordkirche
2017 Habilitation für die Fachgebiete Mittelalter und Frühe Neuzeit; Thema der Habilitationsschrift: „Der letzte Versucht einer Hegemonialpolitik am Öresund: Dänemark-Norwegen und der Große Nordische Krieg (1700–1721)“
WS 2017–SS 2018 Vertretungsprofessur des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und historische Hilfswissenschaften am Historischen Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Forschungsschwerpunkte
Geschichte Skandinaviens im Mittelalter und in der frühen Neuzeit
Allgemeine Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit
Geld- und Wirtschaftsgeschichte, historische Hilfswissenschaften
Geschichte der Reformation
Vergleichende Landes- und Regionalgeschichte
Der Große Nordische Krieg
Maritim-Geschichte
Unterwasserarchäologie, besonders Bronzezeit im Tollensetal
experimentelle Archäologie, besonders Erforschung steinzeitlicher Techniken

Mitgliedschaften
Historische Kommission für Pommern
Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst
Archäologische Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern
Landesverband für Unterwasserarchäologie Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Michael Lissok (Greifswald)

wiss. Mitarbeiter

Geboren und aufgewachsen in Bernau / Brandenburg. Facharbeiterlehre als Schrift- und Plakatmaler in Berlin, danach Tätigkeit in der Werbebranche (Gebrauchswerber) und Abitur. Studium der Kunstgeschichte in Leipzig und Absolvierung von Berufspraktika am Pergamon-Museum sowie bei den Denkmalschutzämtern in Berlin und Schwerin. Nach Assistenz und Promotion an der Greifswalder Universität dort seit 1990 am Caspar-David-Friedrich-Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Schwertpunkte in der Forschung und Lehre sind die Architektur der Frühen Neuzeit und Neuzeit, die Malerei, Plastik und Gartenkunst des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die Geschichte der Denkmalpflege. Autor und Mitherausgeber einer Reihe von Publikationen, zudem Mitinitiator und -kurator von Ausstellungen. Mitglied im Vorstand der Historischen Kommission für Pommern, der AG für Pommersche Kirchengeschichte und des Kunstvereins ART 7.
Prof. Dr. Christian Lübke (Leipzig)

Universitätsprofessor u. Institutsdirektor

Geb. 17. Dezember 1953 in Langenhain (Hessen); 1972 bis 1980 Studium der Fächer Slawistik und Osteuropäische Geschichte an den Universitäten München und Gießen; 1980 Promotion in Gießen zum Thema „Novgorod in der russischen Literatur (bis zu den Dekabristen) Berlin 1983.“; 1980 bis 1987 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität Gießen; 1987 bis 1992 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin; 1993-1995 an der Historischen Kommission zu Berlin. 1996 Habilitation an der FU Berlin zum Thema „Fremde im östlichen Europa. Von Gesellschaften ohne Staat zu verstaatlichten Gesellschaften (9.-11. Jahrhundert). Köln 2001“. Seit 1996-2007 Projektleiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. 1998-2007 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Greifswald. Seit 2007 Direktor des GWZO und Professor für Geschichte Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig.

Funktionen/Mitgliedschaften
• Mitglied des Kuratoriums des Collegium Carolinum (München)
• Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Historischen Institutes in Warschau (seit 2008)
• Mitglied des Kuratoriums des Hannah-Arendt-Institutes (Dresden)
• Mitglied des Kuratoriums des Herder-Institutes (Marburg)
• Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Philologisch-historische Klasse; Zuwahl: 13.02.2009

Prof. Dr. Friedrich Lüth (Berlin)

Sonderbeauftragter für Kulturgutschutz

Jahrgang 1957, Accra/Ghana
Eintrag folgt!