Kurze Geschichte der Historischen Kommission für Pommern

Autor: Martin Schoebel

Die Historische Kommission für Pommern kann auf eine mehr als einhundertjährige Geschichte zurückblicken. Am 13. Mai 1911 trat die Kommission zu ihrer konstituierenden Sitzung im Uhrturm des Stettiner Schlosses zusammen. Einer der zentralen Tagesordnungspunkte war der Beschluß einer Satzung und die „endgültige Bildung der historischen Kommission“. Vorausgegangen war ein erstes Treffen eines Komitees zur Bildung einer Historischen Kommission für Pommern am 10. März 1910, das der Meinungsbildung über eine solche Kommission diente. Nun entschied man über den Sitz der Kommission,
die Gestaltung des Vorstandes und beschloß erste Arbeitsvorhaben. Sitz der Kommission war Stettin.

Die Bildung einer Historischen Kommission entsprach durchaus dem Zeitgeist,
auch wenn weite Teile Deutschlands solche Einrichtungen erst viel später erhalten sollten.
Die Idee einer Kommission war geboren und ihr erstes Aufgabenfeld umschrieben.
Es waren anfänglich die ins Auge gefaßten Archivreisen und Archivberichte,
die im Mittelpunkt der Kommissionsarbeit standen.
Der kleine Skandal um die Publikation der Camminer Urkunden und der Ausbruch des Ersten Weltkrieges haben das Wirken der Kommission tief erschüttert.
Auf der Jahresversammlung der Historischen Kommission am 8. Oktober 1925 folgte dem im Jahr zuvor verstorbenen Johannes Sarnow der neue Landeshauptmann Ernst von Zitzewitz im Vorsitz nach.
Der Neuanfang sollte sich wie für einige benachbarte Historische Kommissionen nach den Ende des Zweiten Weltkriegs unter dem Dach des Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates vollziehen.
Im Jahr 2001 vollzog sich die vorerst letzte größere Zäsur.
Heute ist die Historische Kommission wieder ein bedeutender Träger
außeruniversitärer Landesgeschichtsforschung in Pommern